Re:德国的教皇候选人
Joseph Ratzinger, der neue Papst Benedikt XVI., hat den Segen Urbi et Orbi erteilt. Von der Loggia des Petersdoms aus segnete er die Menschen in aller Welt. Tausende strömten zum Petersplatz, in den Straßen ertönte ein Hupkonzert.
Der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger ist der neue Papst. Als Benedikt XVI. wird der 78-Jährige künftig die katholische Kirche mit ihren weltweit 1,1 Milliarden Mitgliedern führen. Die 115 stimmberechtigten Kardinäle wählten Ratzinger am Dienstag schon am zweiten Tag ihres Konklaves zum Nachfolger des verstorbenen Johannes Paul II. Er ist der erste deutsche Papst seit Victor II., dessen Pontifikat von 1055 bis 1057 dauerte.
Als Zeichen für die erfolgreiche Wahl des 265. Papstes in der Geschichte der römisch-katholischen Kirche stieg am frühen Abend weißer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle im Vatikan. Zehntausende Gläubige, die auf dem Petersplatz gespannt auf die Entscheidung gewartet hatten, brachen in Jubel aus, als sich der zunächst grau erscheinende Rauch langsam weiß färbte - das Zeichen, dass sich die in der Kapelle versammelten Kardinäle mit Zwei-Drittel-Mehrheit auf einen neuen Papst geeinigt haben. Zur weiteren Bestätigung läuteten wenig später auch die Glocken des Petersdoms.
Etwa eine dreiviertel Stunde später trat einer der Kardinäle auf die Loggia des Petersdoms und sprach die traditionellen Worte "Habemus Papam" - Wir haben einen Papst. Dann verkündete er, dass der in den vergangenen Tagen immer wieder als Favorit genannte Kurienkardinal Joseph Ratzinger der neue Papst ist und er künftig den Namen Benedikt XVI. tragen werde.
Der am 16. April 1927 im bayerischen Marktl am Inn geborene Ratzinger gilt als konservativer Hardliner und Wächter über die Kirchendoktrin. Er ist seit vielen Jahren im Vatikan und galt als enger Vertrauter von Johannes Paul II. Er war bisher Präfekt der Glaubenskongregation, Präsident der päpstlichen Bibelkommission sowie der Internationalen Theologenkommission. Zuvor war er Erzbischof von München und Freising.
Es war erst das dritte Mal seit rund 100 Jahren, dass der neue Papst bereits am zweiten Tag des Konklaves gefunden wurde. Benedikt XVI. steht vor der Herausforderung, die Nachfolge eines der aktivsten und populärsten Päpste anzutreten, den die katholische Kirche je hatte.
Die Papst-Wahl fand streng abgeschirmt von der Öffentlichkeit statt. Anti-Abhöranlagen sollten sicherstellen, dass nichts nach draußen drang. Die Kardinäle sollten in der Kapelle keinerlei Kontakt zur Außenwelt und keinen Zugang zu Radio, Fernsehen oder Internet haben. So wollte der Vatikan sicherstellen, dass sich die Kardinäle nicht beeinflussen und sich nur durch den Heiligen Geist leiten lassen.
DPA/AP